Regionen und Terroir
Vulkane, Atlantik, Passatwinde: die drei Elemente, die sich auf den Kanaren gefühlt endlos kombinieren lassen. Hinter jedem Hügel, jedem Tal, jeder Kurve der Landstraße wirkt die Landschaft anders. Diese landschaftliche und klimatische Vielfalt beschert den Kanarischen Inseln eine einzigartige Weinbaulandschaft.
Böden
Jede Insel erzählt eine eigene geologische Geschichte. Die Böden prägen entscheidend den Charakter der Weine. Die unterschiedlichen vulkanischen Gesteine (Basalt, Tuff, Lapilli) verleihen den Weinen eine mineralische Note und eine einzigartige Komplexität. Die Böden sind oft karg und wasserdurchlässig, was die Reben dazu zwingt, tief zu wurzeln.
Basalt und Vulkangestein
Diese finden sich häufig auf Teneriffa, La Palma und El Hierro. Sie sorgen für Struktur, mineralische Noten und feine Salzigkeit in den dort erzeugten Weinen.
Lapilli (vulkanische Asche, „picón“)
Diese sind besonders typisch auf Lanzarote. Die poröse Ascheschicht speichert Feuchtigkeit und schützt die Reben vor Austrocknung.
Sandige Böden
Sie sind leichter, mehr oder weniger verwittert und oft gemischt mit Kalk und Ton. Sie dominieren auf Fuerteventura und Teilen Gran Canarias.
Tonböden
Diese finden sich als verwitterte Auflage über älteren Gesteinsschichten, etwa im Norden Teneriffas. Die Böden sind fruchtbar und verleihen den Weinen Körper.
Klima
Das Klima auf den Kanaren ist subtropisch-ozeanisch, beeinflusst vom kühlen Atlantikwasser und den Passatwinden. Durch die Lage mitten im Ozean, sind die Temperaturen das ganze Jahr über mild, mit geringen Schwankungen. Die Passatwinde bringen Feuchtigkeit und Wolken, insbesondere an den Nordhängen der Inseln.
Der Weinbau findet auf sehr unterschiedlichen Höhenlagen statt, von Küstenregionen bis hin zu 1.700 Metern über dem Meeresspiegel. Damit liegen auf den Kanaren mit die höchsten Weinberge Europas.
Diese Höhenunterschiede beeinflussen Reife, Säuregehalt und Aromatik der Trauben erheblich. Jede der sieben größeren Inseln besitzt deshalb eigene und gesetzlich geschützte Ursprungsbezeichnungen (Denominacion de Origen, kurz D.O.), die die Vielfalt des Archipels widerspiegeln.

